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Umstrittene Sonder-Afa zur Förderung des Mietwohnungsbaus

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Vergangene Woche erst hatte der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) moniert, dass der Staat zu wenig gegen die steigenden Mieten unternehme. Auch aus der Bundesregierung kam die Forderung nach mehr sozialem Wohnungsbau. Nun will die große Koalition eine befristete Sonderabschreibung auf den Weg bringen, um den bezahlbaren Wohnungsbau zu fördern. Diese Sonder-Afa soll 5 Prozent betragen – zusätzlich zur linearen Abschreibung – und rückwirkend vom 31.08.2018 bis 2022 gelten. Immobilienverbände begrüßen diesen Schritt, sehen ihn aber dennoch skeptisch. Verbandssprecher verweisen auf die derzeitige überhitzte Baukonjunktur, die mit Kostenerhöhungen den Effekt der Sonder-Afa kompensieren und wertlos machen könnte. Der beabsichtigte Anreiz käme dann bei den Immobilienunternehmen gar nicht an. Stattdessen wünschen sich Branchenvertreter eine unbefristete Anpassung der Abschreibung von 2 bis 3 Prozent, alternativ eine gleichwertige Investitionszulage. Unternehmer befürchten, dass der in Aussicht gestellte Steuervorteil eher kostenintensive kleine Projekte in Innenstadtlagen zugute kommt. Dagegen würden aber vor allem größere und kostengünstigere Projekte in neuen Baugebieten die geplante Afa-Obergrenze einhalten. Die Rede ist von höchstens 200.000 Euro in drei Veranlagungszeiträumen. Welche Bauvorhaben die Förderkriterien erfüllen werden, ist daher derzeit schwer einzuschätzen. Das Bundeskabinett könnte einen Gesetzentwurf schon in den kommenden Wochen verabschieden. Zuvor wird das Vorhaben als Referentenentwurf in den Ministerien diskutiert.